Samstag, 12. Dezember 2009

Feedback Stundengestaltung

Unsere Halbklasse bekam den Auftrag, eine Schulstunde zu einer Kurzgeschichte zu gestalten. Mit diesem Projekt begonnen, haben diese Woche Elsa und Dario.


Leider wurde Darios Auftrag dadurch erschwert, dass Elsa an diesem Tag nicht erschienen war und er die Stunde alleine leiten musste. Doch mit Hilfe des Lehres konnte er dieses Problem einigermassen beseitigen.


Klugerweise fragte Dario am Anfang wer, und bitte ehrlich antworten, die Kurzgeschichte schon gelesen habe. Denn es stellte sich heraus, dass nicht einer die Geschichte, oder besser gesagt, die zwei Geschichten, gelesen hatte. Spontan beschloss Dario die erste Geschichte in der Klasse zu lesen. Das war äusserst geschickt von ihm und zeigt, meiner Meinung nach, wie flexibel er in solchen Situationen sein kann.


Danach wurde uns der Autor vorgestellt. Jeremias Gotthelf, der Autor, hiess gar nicht so, hat Theologie studiert und wurde Pfarrer. Das ist das einzige was mir über den Autoren geblieben ist. Schade eigentlich. Wenn man sich solche Mühe gibt, Informationen über jemanden zu suchen, würde man wollen, so finde ich, dass die Zuhörer auch einiges davon behalten. Doch für mich waren es einfach zu viele Informationen über ein Thema; ich konnte mir nicht viel merken. Man hätte vielleicht ein Bild des Autors zeigen sollen, damit man sich alles auch hätte bildlich vorstellen können.


Der Text war geschrieben aus einer Mischung des Hochdeutschen und des Berndeutschen. Weil es viele Sätze und Begriffe auf berndeutsch gab, die wir Schüler nicht alle verstanden haben, wurden einige, die wichtigsten, herausgenommen und von Dario auf die Wandtafel geschrieben. An und für sich eine gute Idee, welche allerdings einen simplen Haken hatte (was vielleicht mit Elsas Abwesenheit zu tun hatte) : Während Dario die Wörter an die Wandtafel schrieb, hatte die Klasse nichts zu tun als zu zuschauen. Doch glücklicherweise sprang der Lehrer ein und beschäftigte uns mit der Frage, wieso die Kurzgeschichte auf berndeutsch geschrieben ist. Als Dario bereit war, uns die Wörter zu erklären, sind wir auf den Schluss gekommen, dass das Berndeutsche uns die Geschichte näher bringt und eine Abwechslung zum Hochdeutschen ist.


Wir wurden, meiner Meinung nach, sehr gut von Dario in der Unterricht miteinbezogen. Er fragte in die Runde, wer die berndeutschen Begriffe erklären könne und wiederholte anschliessend die Erklärung mit eigenen Worten. Für mich, und ich denke auch für andere, war dies sehr wichtig um uns nicht zu langweilen und uns die Wörter besser merken zu lassen. Wäre Dario vor der Klasse gestanden, hätte die Begriffe aufgesagt und die Erklärung mit dazu, hätte ich wahrscheinlich nicht mehr gewusst, dass Anke Butter heisst.


Im Grossen und Ganzen, so denke ich, hat Dario die Situation äusserst gut gemeistert. Trotzdem finde ich, hätte er, vorallem gegen den Schluss seines Parts, etwas selbstbewusster vor der Klasse stehen können. Wir fingen an, untereinander zu diskutieren und immer weniger auf Dario zu hören.

Man hätte, meiner Meinung nach, mehr mit visuellen Mitteln arbeiten sollen, um die Stunde etwas abwechslungsreicher zu gestalten und das Thema nicht so trocken wirken zu lassen.


Es hätte mich noch Wunder genommen was Elsa zu dieser Stunde beigetragen hätte.


Sonntag, 6. Dezember 2009

Rückblick SOL

Gespannt etwas neues über das Lernen zu erfahren, da ich, wie wohl so viele andere meiner Altersstufe, manchmal etwas Probleme damit haben, ging ich zu diesem Kurs, genannt SOL, was für selbstorganisiertes Lernen steht.


Ich war etwas enttäuscht von den Lernmethoden. Anstatt uns praktische Lernmethoden zu zeigen, welche uns das Lernen und schlussendlich das Leben erleichtern sollen, zeigte man uns Lernmethoden, die mir persönlich, zu lange und aufwändig sind um sie im Alltag gebrauchen zu können.

Hingegen diese Lernmethoden in der Schule zu benützen, finde ich weitaus effizienter. In der Schule haben wir mehr Zeit, man kann sich mit den Mitschülern austauschen und bei Unsicherheiten die Lehrer nach Rat fragen. Die Feedbackmethode ist, meiner Meinung nach, weniger dazu da um den Schulstoff zu lernen, als um die Zusammenarbeit zwischen der Lehrerschaft und der Klasse zu verbessern. Die Strukturlegetechnik fand ich sehr gut um die Übersicht über ein Thema zu bewahren und sich die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Begriffen klar zu machen.

Alles was über das Gedächtnis gekommen ist, war zwar interessant, aber meiner Meinung nach für nichts zu gebrauchen im Hinbezug auf das Lernen.


Die Kontrolle über die Klasse fehlte ebenfalls. Man kann keine Lehrerin vor fünfundzwanzig Schüler in einer Aula stellen und erwarten, dass alle brav zuhören (was wahrscheinlich auch mit dem Faktor zusammen hängt, dass, so wie ich glaube, nicht alle Schüler am Thema interessiert waren). Man hätte eine weitere Person beirufen sollen, welche die Lehrerin im Kurs unterstützt.

Die Lehrperson fand ich allgemein eher ungeeignet.

Obwohl sie versuchte, uns zu animieren - manchmal sprach sie mit uns, als ob wir Kinder wären, und manchmal sprach sie so kompliziert, dass ich gar nicht wusste, um was es überhaupt ging. Ich glaube, sie kannte sich nicht ganz mit unserer Schulstufe aus.


Die Idee unserer Schule, uns etwas nützliches beizubringen und uns für die, hoffentlich für alle, nächsten fünf Jahre vorzubereiten, fand ich sehr gut, auch wenn das Resultat nicht so blendend herausgekommen ist. Ich hatte ganz andere Erwartungen, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass wir nicht genügend informiert wurden, um was es sich in diesen Kurs genau handelt.


Wenn man schon so viel Zeit für den Kurs investiert hat, finde ich sollten wir diese Lerntechniken in der Schule weiterführen. Sie sind eine gute Abwechslung zum "normalen" Unterricht und bei mehr Zeit eine effizente Lernmethode.