Unsere Halbklasse bekam den Auftrag, eine Schulstunde zu einer Kurzgeschichte zu gestalten. Mit diesem Projekt begonnen, haben diese Woche Elsa und Dario.
Leider wurde Darios Auftrag dadurch erschwert, dass Elsa an diesem Tag nicht erschienen war und er die Stunde alleine leiten musste. Doch mit Hilfe des Lehres konnte er dieses Problem einigermassen beseitigen.
Klugerweise fragte Dario am Anfang wer, und bitte ehrlich antworten, die Kurzgeschichte schon gelesen habe. Denn es stellte sich heraus, dass nicht einer die Geschichte, oder besser gesagt, die zwei Geschichten, gelesen hatte. Spontan beschloss Dario die erste Geschichte in der Klasse zu lesen. Das war äusserst geschickt von ihm und zeigt, meiner Meinung nach, wie flexibel er in solchen Situationen sein kann.
Danach wurde uns der Autor vorgestellt. Jeremias Gotthelf, der Autor, hiess gar nicht so, hat Theologie studiert und wurde Pfarrer. Das ist das einzige was mir über den Autoren geblieben ist. Schade eigentlich. Wenn man sich solche Mühe gibt, Informationen über jemanden zu suchen, würde man wollen, so finde ich, dass die Zuhörer auch einiges davon behalten. Doch für mich waren es einfach zu viele Informationen über ein Thema; ich konnte mir nicht viel merken. Man hätte vielleicht ein Bild des Autors zeigen sollen, damit man sich alles auch hätte bildlich vorstellen können.
Der Text war geschrieben aus einer Mischung des Hochdeutschen und des Berndeutschen. Weil es viele Sätze und Begriffe auf berndeutsch gab, die wir Schüler nicht alle verstanden haben, wurden einige, die wichtigsten, herausgenommen und von Dario auf die Wandtafel geschrieben. An und für sich eine gute Idee, welche allerdings einen simplen Haken hatte (was vielleicht mit Elsas Abwesenheit zu tun hatte) : Während Dario die Wörter an die Wandtafel schrieb, hatte die Klasse nichts zu tun als zu zuschauen. Doch glücklicherweise sprang der Lehrer ein und beschäftigte uns mit der Frage, wieso die Kurzgeschichte auf berndeutsch geschrieben ist. Als Dario bereit war, uns die Wörter zu erklären, sind wir auf den Schluss gekommen, dass das Berndeutsche uns die Geschichte näher bringt und eine Abwechslung zum Hochdeutschen ist.
Wir wurden, meiner Meinung nach, sehr gut von Dario in der Unterricht miteinbezogen. Er fragte in die Runde, wer die berndeutschen Begriffe erklären könne und wiederholte anschliessend die Erklärung mit eigenen Worten. Für mich, und ich denke auch für andere, war dies sehr wichtig um uns nicht zu langweilen und uns die Wörter besser merken zu lassen. Wäre Dario vor der Klasse gestanden, hätte die Begriffe aufgesagt und die Erklärung mit dazu, hätte ich wahrscheinlich nicht mehr gewusst, dass Anke Butter heisst.
Im Grossen und Ganzen, so denke ich, hat Dario die Situation äusserst gut gemeistert. Trotzdem finde ich, hätte er, vorallem gegen den Schluss seines Parts, etwas selbstbewusster vor der Klasse stehen können. Wir fingen an, untereinander zu diskutieren und immer weniger auf Dario zu hören.
Man hätte, meiner Meinung nach, mehr mit visuellen Mitteln arbeiten sollen, um die Stunde etwas abwechslungsreicher zu gestalten und das Thema nicht so trocken wirken zu lassen.
Es hätte mich noch Wunder genommen was Elsa zu dieser Stunde beigetragen hätte.

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