Donnerstag, 30. Dezember 2010

Quartette

 .
Komm sage mir, du Schönes du,
aus welchem fernen Land du kommst.
Erzähle mir in aller Ruh,
Wovon du nachts so gerne träumst.

Von überall da bin ich her.
Von dir träum ich die Nächte lang.
Ich denke an dich immer mehr.
Jetzt weisst du es, jetzt ist mir bang


Dir muss nun nicht mehr bange sein,
ergeht dir doch so gleich wie mir.
Für ewig werd ich bleiben dein.
Ja, nun gehör ich nur noch dir.


Gewartet hab ich Jahr für Jahr.
Wie wunderschön bist du jetzt mein.
Geworden ist es endlich wahr,
für immer werd ich deiner sein.







Die Spenser-Strophe

Was siehst du in der Ferne leuchten hell?    
Was spiegelt sich in deinen Augen, was       
lässt deine Seele so erleuchten grell?         
Die deine Seele ist so dünn wie Glas.        
Erfüllt ist sie mit Zorn und blankem Hass. 
Ich weiss nicht was es wird, es ist, es war.   
Komm sag es mir nun endlich, bitte lass      
mich wissen! Zeig mir den Nachtmahr.        
Nur dieses ferne Leuchten, weiss was mit dir war.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Lyrikübung 8

Alternierende sieben- und fünfsilbigen Verszeilen


Am Horizont ein Streifen
silbern strahlt er dort
Als könnte man ihn greifen
Und doch so weit fort
Versuch dorthin zu fliegen
Spann die Flügel aus
Vielleicht wirst du ihn kriegen
Flieg nur ganz weit raus.

Am Abgrund stehst du lange
Spring doch endlich ab.
Tu es, dir ist bloss bange
Du schaust nur herab.
Schau her es ist ganz einfach
Helfen will ich dir
Sei mutig, spring, sei nicht schwach.
Komm, vertraue mir.


Silbezählung 3, 6, 1, 4, 8, 4, 1, 6, 3


Klar und hell
wird dunkler und dunkler
Du
Bist nicht allein
Die Dunkelheit kommt, will bleiben
für immer dein
treu
nun deine Gesellschaft.
Bleibt bei dir.

Hoch hinaus
möchtet ihr Leute doch
Oben
dort wollt ihr sein
Erfolg haben um jeden Preis
Nen guten Wein
noch
Geld wohin man nur blickt
Träum weiter.


Diese Aufgabe hat mir gut gefallen, es war auch nicht so schwierig. Beim ersten reimt sich jeweils das letze Wort der fünfsilbigen mit dem letzten Wort der nächsten fünfsilbigen und bei der siebensilbigen ebenso.
Beim zweiten reimen sich die letzten Wörter der beiden Vierzeiler.

Lyrikübung 6

Anapästische Hexameter

Kleine Schritte damit man ja nicht auf den Grund herab fällt.
Wenn man fällt,weiss man gut,dass uns niemand wird retten,uns hält.
Wenig Leute geniessen das Risiko, stehen darauf.
Dieses Adrenalin drückt ihr Glücksgefühl sehr hoch hinauf.
Dank dem Nachahmungstrieb gibt es jedoch stets mehr, immer mehr.
Plötzlich irgendwann werden sie formen ein riesiges Heer.


Daktylische Pentameter

Wirklich sehr gerne würd ich alles wissen was ich will.
Nichts darf wegbleiben, vermissen will ich gar nichts davon.
Ich trinke Wissen wie Wasser, füll meinen Kopf damit.
Wasser ist viel nasser, Wissen kann trocken sein manchmal.
Schwer ist der Kopf, fängt zu sinken an, anfangs sehr langsam.
Ich werd im Meer alles Wissens ertrinken für ewig.




Ich habe versucht Reime einzunringen, was alles sehr stark einschränkte.
Beim anapästischen Hexameter reimt sich jeweils das letzte Wort auf der Zeile. 
Beim daktylischen Pentameter reimt sich jeweils ein Wort mitten in der Zeile mit einem anderen Wort, ebenfalls mittendrin, in der nächsten Zeile (grün angezeichnet).
(Die Absätze beim anapästischen Hexameter sind nicht absichtlich, aber ich bringe sie nicht weg...)

Ich weiss nicht ob ich die Aufgabe richtig gelöst habe.  Ich fand sie sehr schwierig...

Dienstag, 14. Dezember 2010

Alles gleich
.
Die vielen Menschen sind doch alle gleich.
Und doch verstehen sich nicht alle gut.
Woran wird dies wohl liegen fragst du dich?

Du bist nicht gleich wie er, nicht gleich wie sie.
Wie jeder um dich, immer noch ein Mensch.
Doch gleich wart, seid und werdet ihr nie sein.

Im Harmonie zu leben, Friede herrscht .
Nun stelle dir so eine Welt mal vor,
Mal dir im Traum dein Universum aus

Welch eine Schönheit wäre diese Welt.
Wie traurig, es wird niemals möglich sein.
Die Differenzen sind zu gross dafür.

Bist du ein Unikat, nicht die Kopie?
Doch dein Verstand steckt mit der Antwort fest.
Bloss Glauben kann man, aber wissen nicht.

Noch schlimmer als nichts ist das Wissen selbst.
Meist nach dem Wissen die Zerstörung folgt
Weil Wissen Macht ist, viel der Macht zerstört.

Darüber lesen oder schreiben nur
Gedanken nur sich machen bloss nicht mehr
Belassen wir es so und träumen schön.
.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Lyrikübung V

Die ganze Welt rast jäh vorbei
vor meinen Augen ganz geschwind
Gedanken fliegen in der Luft
sie fallen langsam in die Kluft.


Da löst sich aus dem Schatten was
ein dunkles Etwas sinkt herab
Nun liegt es auf dem kalten Grund
Wer hilft nun der Gestalt dort auf?




Gen Himmel blickt er stets hinauf
Nimmt Sehnsucht gern in kauf
Inmitten aller Leute stehn
er spürt die Winde wehn.


Ist dieses Universum fern?
Sind wir nicht mittendrin?
Die Sterne geben uns den Glanz 
Erleuchten uns die Welt




Sag mir kannst du sie erkennen?
wie sie sich so schnell verformen
Doch verschwunden sind sie plötzlich 
Suche sie, du wirst sie finden!


Langsam ist es am erlöschen
Alle Lichter gehen aus
Und der Sinn ist nun verloren
Ist doch alles so ein Graus.

Samstag, 4. Dezember 2010

Zäsur und Enjambement



Ohne Zäsur und Enjambement


Vor dem Fenster


Der grosse Baum hat keine Blätter mehr,
und bloss die Tanne ist geblieben grün.

Was ich jetzt gerne zum Essen hätte

Ich liebe Luxemburgerli so sehr
doch nur sehr selten essen kann man sie

Ein Traum vor kurzem

Ein junger Mann rennt ständig rundherum,
ich frage mich wieso er dies nur tut.

Was ich eigentlich schnell erledigen sollte

Der Film liegt ungesehen im Regal
ich muss ihn sehr bald sehen unbedingt!

Mein Körper

Ich finde meine Hüften etwas schmal
und Sport zu machen tät mir auch sehr gut.


Mit Zäsur und Enjambement

Vor dem Fenster

Der Winter ist gekommen, fegt dem Baum
die Blätter weg, die Tanne nur blieb grün.

Was ich jetzt gerne zum Essen hätte

Wieso so teuer, sind sie denn gemacht
aus Gold, den Preis drückt Sprüngli nicht herab.

Ein Traum vor kurzem

Der Mann rennt immer weiter, hört nie auf
zu lächeln, einzig er kennt das warum.

Was ich eigentlich schnell erledigen sollte

Der Film liegt noch herum, auf dem Regal
mit Büchern voll, the Flock heisst er, der Film.

Mein Körper

Sport könnt ich machen mehr, gesünder würd 
das für mich sein, warum tu ich es nicht?